Was ist eigentlich Influencer Marketing?



Alle sprechen drüber, viele machen es, genau so viele fragen sich, was eigentlich Influencer sind, wo ihr Wert für ein Unternehmen ist und was die Vorteile gegenüber den altbewährten Werbemethoden ist. Influencer Marketing funktioniert nachweislich und ist Storytelling vom allerfeinsten – wenn mans ich mit den richtigen Meinungsmachern der Szene an einen Tisch setzt und nicht blind in den Social Media Orbit schießt und darauf hofft, dass man mitmischen kann. Influencer Marketing muss genau so durchdacht werden, wie jede andere Werbung auch, wenn diese Form der Werbung nicht sogar noch mehr Aufmerksamkeit erfordert, da gutes Influencer Marketing Werbung für die eigene Marke mit sich zieht, ohne ein reines Diktat der eigenen Werbebotschaften zu sein.


Influencer haben eine eigene Zielgruppe, die ihnen idealerweise vertraut. Diese Community folgt den Influencern nicht, weil sie eine Plattform sind, sondern weil sie – oftmals ungeschönt – ihre persönliche Meinung zu einem Produkt geben, sprich sie sind die leichteste Form der Produktbewertung und durch ihre Erfahrungen wird potentiellen Käufern die Kaufentscheidung leichter gemacht. Das funktioniert nur, wenn das Social Media Gesicht der Wahl authentisch ist. Content und Werbung verschmelzen beim Influencer Marketing, ein Ansatz, der nicht neu ist, die Plattform ist nur eine andere. Die Sozialen Netzwerke werden in unserer heutigen Welt immer wichtiger und die Digitalisierung macht vor niemandem Halt, weder vor eingefleischten Printmedien noch vor Traditionsunternehmen. Wer nicht mitzieht, hat langfristig das Nachsehen gegenüber seiner Konkurrenten, was allerdings nicht bedeutet, dass möglichst viel Zusammenarbeit mit Influencern besonders viel hilft. Das Gegenteil ist dann der Fall, wenn diverse Social Media Profiles sich parallel über ein Unternehmen sehr positiv aussprechen, im besten (schlimmsten) Fall noch alle mit einem Rabattcode ausgestattet sind, so fühlt es sich für den Endverbraucher häufig wie eingekaufte Werbung an, unabhängig von dem Wahrheitsgehalt der Influencer-Meinung. Deswegen ist es im Interesse von Unternehmen und Social Media Gesichtern, gezieltes Marketing zu betreiben und nicht ins Blaue zu schießen, um für alle den besten Output zu garantieren.


Wo nahm eigentlich der ganze Hype um die Social Media Szene seinen Lauf? Ursprünglich kommt dieses Tool aus den USA, wo Brands und Unternehmen die Mummy Blogs für sich entdeckt haben, sprich Mütter über den Alltag als Mutter berichtet haben und “Life Hacks” gepostet haben. Dies erwies sich für alle Seiten als lukrativ, die Blogger verdienten daran (teilweise), erhielten Produkte, die ihnen idealerweise den Alltag erleichterten, die Unternehmen bekamen einen astreinen Test ihrer Produkte und eine Werbeplattform und die Follower bekamen einen ausführlichen Test, der über die reguläre Sternchenbewertung mit teils doch recht schwammigen Texten in der Amazonbewertung hinaus ging. Win-Win für alle Parteien, sodass es kein Wunder ist, dass dieses Werbemittel nun mittlerweile auch in andere Bereiche geschwappt ist und mittlerweile auch fest in das Marketing Budget von Unternehmen einkalkuliert wird bei der Jahresplanung.


Influencer Marketing findet auf den gängigen Social Media Plattformen statt, so zum Beispiel Instagram, Facebook, YouTube, Pinterest und anderen. Theoretisch bietet sich jede Plattform an, auf der man anderen Menschen folgen kann – und die Erfolge messbar sind. Influencer sind Meinungsmacher und Multiplikatoren, weswegen vor allem die Auswahl des richtigen Influencers für ein Unternehmen essentiell wichtig ist, da dieser losgelöst von der Marke ein Produkt seiner Zielgruppe präsentiert, sprich das Unternehmen ist nicht Sender der Werbebotschaft, was sie zum einen authentisch macht, zum anderen aber natürlich auch einen Risikofaktor darstellt, da ein gutes Influencer Marketing bedeutet, dass man dem Influenzier Meinungs- und Kreativitätsfreiheiten eingesteht.

Ist eine echte Meinung überhaupt noch möglich, wenn Geld fließt? Ja, das ist in der Tat möglich, denn man kauft im Idealfall nicht die Meinung, sondern bezahlt die Arbeitszeit die hinter den Produktionen steckt – ein Faktor, der häufig unterschätzt wird! Der Aufwand, das Equipment (die Anschaffung und die Abnutzung, später dann die Neuanschaffung) und zum Teil die Zusammenarbeit mit professionellen Foto- oder Videografen sind der Grund für schöne, ansprechende Platzierungen des Produkts. Ein Qualitätsanspruch, der belohnt werden sollte und muss.

Unter dem Strich kann man also sagen, dass Influencer Marketing wie jedes andere Marketing Tool gut durchdacht werden muss, damit es einen positiven Effekt hat – wie eigentlich jede andere Form des Marketings auch.